Alle paar Minuten steigt die Arbeitsbühne ein Stückchen höher, kreist die Betonbombe um den Grundriss, flechten Arbeiter die Bewehrung der Mauer: Mit dem Bau der Fassade des Mehrzweckgebäudes der VERA II hat am Montag der erste Hochbau der neuen Anlage begonnen.
Gearbeitet wird im Schichtbetrieb: Rund drei Meter Mauer schaffen die Arbeiter dabei in 24 Stunden. In zwölf Tagen soll die Fassade des Gebäudes stehen, der höchste Punkt liegt bei 39 Metern. Die Geschossdecken werden im Nachgang hergestellt.

Mit Gleitschalung in die Höhe
Das Prinzip, das hier zum Einsatz kommt, heißt Gleitschalung: Dabei wächst die Mauer ohne Pause Stück für Stück nach oben. In einer Schalung wird der frische Beton gegossen. An ihrer Oberkante ist innen und außen jeweils eine Arbeitsbühne angebracht. Hubstangen, die zwischen der Bewehrung in der Wand eingebaut sind, sorgen dafür, dass Schalung und Bühne nach oben gleiten.
Der Beton wird über einen Kran aus einer sogenannten Betonbombe eingebaut, einmal pro Stunde bringt ein Lastwagen Nachschub.
So geht es mit Vera II weiter
Dass es jetzt mit dem Hochbau losgehen kann, freut Charlotte und Mohamad aus unserem Ingenieursbereich sehr. „Nach langer Planung ist das ein schöner Moment“, sagt Charlotte, „jetzt geht es weiter voran.“
Ausbau zur größten Anlage in Deutschland

Derzeit haben wir noch drei Verbrennungslinien, eine vierte Linie entsteht gerade mit VERA II. Diese betreiben wir als interkommunale Kooperation zusammen mit dem Abwasserzweckverband (AZV) Südholstein und den Entsorgungsbetrieben Lübeck (EBL).